Bis zur Kirchweihe

Im Oktober 1957 kamen die Bauarbeiten in Gang mit der Bauerlaubnis der Stadt, der Segnung des Kirchplatzes und dem ersten Spatenstich. Die Firma Hitzbleck führte die Rohbauarbeiten ab März 1958 aus.
Im September fand die feierliche Grundsteinlegung durch Dechant Burdewick und Pfarrer Gartz statt. Ende Oktober 1958 war der Rohbau fertig, am 12. Dezember gab es das Richtfest.
Am 18. Oktober 1959 fand die Weihe der 5 Bronzeglocken aus der Glockengießerei Petit und Edelbrock in Gescher statt.
> Link: Juwelen, Glocken
Bei der Grundsteinlegung 1957 ging man noch davon aus, "im Laufe des nächsten Jahres" werde die neue Kirche geweiht. Hauptgrund der Verzögerungen waren Schwierigkeiten mit den Seitenfenstern. Zunächst hatte der Architekt an Buntglasfenster gedacht. Es erwies sich, dass bleigefasste Glasfenster zu schwer geworden wären. Im November 1959 war eine Lösung gefunden: mit Glasfasern verstärkte Plexiglasfenster von einer Hamburger Spezialfirma, windsicher und leicht genug. Bis März 1961 wurden die Fensterelemente schließlich mit hohem Aufwand eingesetzt.
Kirchweih
Sehr bald danach, am 4. Juni 1961, wurde die neue Liebfrauenkirche durch Bischof Dr. Franz Hengsbach feierlich geweiht.
"Erst jetzt erkannten alle, welch herrliches Geschenk der Architekt Dr. Toni Hermanns aus Kleve durch seinen modernen Entwurf der Gemeinde und der ganzen Stadt gemacht hatte", schreibt der Chronist von Liebfrauen.


Das Äußere

Bis die Ostfassade, das Gesicht der Kirche zum König-Heinrich-Platz hin, ihre heutige Gestalt erhielt, brauchte es mehr als sieben Jahre. Das Relief "Moses vor dem brennenden Dornbusch" zwischen den Eingangstüren wurde im Oktober 1965 vom Bildhauer K.H.Türk angebracht, später die Stirnwand darüber mit hellrotem Granit verkleidet, das Feuer des Dornbusches andeutend. Damit kam eine lange, teils heftige Diskussion über die Gestaltung der Eingangsfassade zum Abschluss.
> Link: Juwelen, Wandbild "Brennender Dornbusch"

Fassade


3 Peche Fotos

Die Auftragsvergabe für die Schieferverkleidung auf der Nord-, West- und Südseite wurde 1967 beschlossen. Die Arbeiten wurden in mehreren Etappen durchgeführt und dauerten bis Oktober 1971.