Entwurf Toni Hermanns'

Entwurf Toni Hermanns'

Im März 1956 empfahl der Gutachterausschuss von den 6 eingereichten Entwürfen für die neue Kirche den Plan des Architekten Dr. Toni Hermanns aus Kleve. Der Kirchenvorstand stimmte zu und beschloss die Ausführung des Baues. Das Generalvikariat genehmigte den Beschluss.
Der Plan Hermanns' sah eine Stadtkirche im Stil der Zeit vor: "[...] einen zweigeschossigen Kirchenbau, der unmittelbar an die Nachbargebäude Landgericht und Gefängnis anbindet. Durch seine klaren, kubischen Formen mit unterschiedlicher Größenentwicklung, durch die schlanke Höhe der Fassade, die aus der Flucht des angrenzenden Landgerichts zurückspringt, emanzipiert sich das Gotteshaus von den umstehenden Bauten. Da sich das Gebäude auf den zentralen König-Heinrich-Platz hin ausrichten sollte, dort also seine Hauptfassade ausbilden und von dort aus erschlossen werden sollte, ist es nicht geostet. Sämtliche Bauteile des Kirchenbaus sind als verschieden große und zum Teil unregelmäßige Kuben ausgebildet." (Gundula Lang, 2005)
Passend zur Konstruktion war als Material des Rohbaus Stahlbeton gewählt. Für das Innere der Kirche war Sichtbeton vorgesehen, "béton brut", soll heißen der rohe, grobe, aber auch herbe, sachliche, ehrliche Werkstoff Beton.